Sonntag, September 05, 2010
   
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Diagnose und Behandlung

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Der erste Ansprechpartner ist in der Regel der Hausarzt. Bei Verdacht auf eine demenzielle Entwicklung wird er zum Facharzt überweisen. Zur Diagnosestellung wird der Arzt zunächst eine ausführliche Anamnese erheben. Er wird hierzu auch die Angehörigen eingehend befragen nach ersten Symptomen, Beeinträchtigungen im Alltag und Veränderungen in der letzten Zeit. Eine gründliche körperliche und neurologische Untersuchung wird sich anschließen uns Laboruntersuchungen verlasst werden. Bildgebende Verfahren (CT, MRT) dienen der Abklärung organischer Veränderungen des Gehirns und gehören ebenso wie die neuropsychologische Untersuchung zur Diagnostik einer Demenzerkrankung. Der Arzt wird durch neuropsychologische Tests eine Prüfung verschiedener Funktionen des Gehirns wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Sprache durchführen, und somit eine Abgrenzung zwischen normalem und pathologischem Verhalten erfassen. Neben der medikamentösen Behandlung ist es unbedingt wichtig, dem Betroffenen und der Familie weitere unterstützende Angebote anzubieten. Das kann der Verweis auf eine Beratungsstelle, die nächstgelegene Alzheimer-Gesellschaft sein, die beraten können zu weiteren entlastenden Einrichtungen und nichtmedikamentösen Therapieformen.

Gerade jetzt bedürfen der Betroffene und die Familie der Unterstützung und Begleitung nach dieser oft verunsichernden und beängstigenden Diagnose. Die Patienten brauchen vielleicht Menschen, mit denen sie über ihre Erkrankung und ihre Befürchtungen sprechen können, die Familienangehörigen erfahren viel Unterstützung durch andere betroffene Angehörige. Der Austausch über ihre gemeinsamen Erfahrungen und die Aneignung von Wissen über die Erkrankung und ihren möglichen Verlauf sind gerade in der Anfangszeit eine wichtige Unterstützung.

Soll der Patient von seiner Diagnose erfahren? Grundsätzlich hat ein Patient Anspruch darauf, seine Diagnose zu erfahren und gleichzeitig das Recht, die Diagnose nicht mitgeteilt zu bekommen. Im Gespräch muss der Arzt den Wunsch des Patienten herausfinden, ob und wie viel der Patient über seine Krankheit wissen möchte.


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